Ein Tag als römischer Legionär

Vor 2000 Jahren befand sich im heutigen Windisch das Legionslager Vindonissa. 6000 Legionäre bereiteten sich dort auf ihren Einsatz für das Römische Reich vor. Die Spuren der damaligen Zeit sind noch heute sichtbar. Im Rahmen unseres aktuellen NMG-Themas «Das alte Rom» tauchten die Klassen 6a und 6b in das Leben römischer Legionäre vor 2000 Jahren ein. 

Gekleidet wie echte Legionäre lernten die Kinder, wie man sich mit einem Schild schützt, mit einem Pilum kämpft und sich in der berühmten Schildkrötenformation verteidigt. Sie mahlten Mehl, bereiteten römisches Essen zu und übernachteten in einem Contubernium, der Unterkunft der Soldaten. Für viele war das Schlafen ein Highlight. Aber nicht etwa wegen der Bequemlichkeit, sondern weil sie nach diesem intensiven Tag erschöpft waren. „Es war ein sehr harter Tag. Wir mussten viel arbeiten und es war sehr streng“, meinte Azrus. Auch andere Kinder spürten die körperliche Anstrengung und die strenge Tagesordnung. „Man braucht viel Disziplin und Konzentration, wenn man ein Legionär werden möchte“, stellte Andus fest.

Neben der Anstrengung gab es aber auch viele Momente, die den Kindern besonders Freude bereiteten. „Mein Highlight war das Mehl mahlen. Ich habe gelernt, wie man kämpft und was ein Legionär tagsüber macht“, erzählte Irmakus. „Gemüse schneiden war lustig“, meinte Sabrinus. Janus freute sich besonders über die Testudo-Formation und die Lagerfeuergeschichte. «Mein Highlight war das Zubereiten des Essens und die Übungen», meinte Diarus.

Die Erfahrungen in Vindonissa regten zum Nachdenken an. Einige Kinder waren beeindruckt von der Idee, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein und für ein grosses Reich zu kämpfen. Andere waren froh, am Ende des Tages wieder in die Gegenwart zurückkehren zu dürfen mit bequemem Bett, feinem Essen und ohne militärischen Drill.

Text: Viktoria Ruckstuhl